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   Staßenfotografie (leider nicht meins)
   Begriffserklärung - Gedanke


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Entscheidungen

Jeder kennt den Moment, in dem man sich entscheiden muss. Eine Dilemma Situation. Man weiß nicht so richtig, was man möchte, weil man beides möchte, sich dies aber ausschließt. Doch was tun? Der Druck sich zu entscheiden wird immer größer. Man weiß, man muss sich entscheiden für das eine und für das andere. Entscheidungen werden geprägt und bestimmt durch Emotionen, Gefühle, Intuition, aber auch mit dem Verstand. Die Frage, die man sich immerwieder stellt, ob es das richtige ist, wofür man sich entscheiden will. Genau in diesem Moment hat man die aller letzte Möglichkeit sich umzuentscheiden. Ein sehr guter Freund von mir ist gerade in dieser Situation. Ich möchte kurz von ihm erzählen. Zum einen hat er die Möglichkeit bei seiner Familie zu bleiben, die er sehr vermisst und nur selten sieht, doch sein Zuhause ist seit einigen Jahren in Hessen bei seiner Tante und seinem Onkel. Geplant und vorgesehen ist, dass er in einigen Tagen wieder zurück nach Hessen fährt. Doch er ist am zögern. Verstand und Herz stehen gegeneinander, so zu handeln, wie man von ihm erwartet und es die Planung vorsieht gegen seinen Gefühlen der Sehensucht und Liebe. Ich, als Freundin, die im Ort seiner Familie wohnt, bin eben so in Entscheidungsnot. Was ist jetzt das richtige, was ich ihm rate? Sollte ich ihn mit meiner Meinung beeinflussen und noch mehr verwirren? Ich für meinen Teil habe versucht, für ihn zwar eine Unterstützung zu sein, aber neutral zu bleiben, sodass er sich selbst entscheiden kann. Für was er sich auch entscheiden wird, er muss auf etwas verzichten müssen. Egal wie man handelt, man trifft immer Entscheidungen, selbst dann, wenn man nichts tut und es einfach "passieren" lässt, man hat die Entscheidung getroffen nichts zu tun. Mein Rat an alle, die wissen, wie es ist, wenn man es bereut sich "falsch" entschieden zu haben: gräme dich nicht! Versuche das bestmöglicheste aus deiner Entscheidung zu machen!
9.1.15 07:45


Straßenfotografie

Heute möchte ich mich mit Staßenfotografie beschätfigen, bzw habe ich schon, denn ich war, mehr oder minder zufällig, mit einer Kamera in der Stadt. Ich fotografiere irrsinnig gern. Menschen, Gegenstände, Landschaften... Doch drauf los knipsen kann ja jeder! Dazu fällt mir ein Gedich ein, welches mir meine Oma immer erzählt hat:

 

Dorothea kriegte gestern
einen Fotoapparat
Und nun knipst sie unermüdlich
Hochformat und Querformat.
Dorothea hat Geschick:
Klick!

Dorothea knipste Bilder
von der Mutter mit dem Hut,
von dem Pinscher namens Satan
und der Patentante Ruth.
Auch vom Vater mit dem Schlips:
Knips!

Dorothea wurde kühner,
denn nun knipste sie sogar
Nachbars aufgescheuchte Hühner
und die Birke mit dem Star.
Mittags war der Film schon voll.
Toll!

Vater in der Dunkelkammer
hat den Film mit Müh' und Zeit
bis zum Abendbrot entwickelt.
Aufgepasst, es ist soweit!
Mutter zog die Bilder ab:
Schnapp!

Abends sah sich die Familie
sehr verdutzt die Bilder an.
Vater grinste, Mutter lachte,
Tante Ruth rief: Sieh mal an!
Dorothea aber sprach:
Ach!

Man sah Mutters halbe Nase,
obendrein ein Stück vom Hut,
und die umgestülpte Vase
war ein Bein von Tante Ruth.
An der Birke sah man bloß
Moos.

Nachbars Hühner waren deutlich.
Aber keines sah man ganz.
Links sechs Beine, rechts ein Flügel
und ganz oben war ein Schwanz.
Vaters Bild war nur ein Schlips:
Knips!

Auch vom Pinscher namens Satan
sah man nur das linke Ohr
und das schaute wie ein Dreieck
hinterm Kohlenkasten vor.
Jeder rief: O jemine!
Dorothee!

(James Krüss)

 

Ich bin auch erstmal losgezogen und habe das fotografiert, was mir vor meine Linse kam, doch dauerhaft macht das weder Sinn, noch reicht der Speicherplatz aus. Daher wollte ich Menschen fotografieren. Menschen um mich herum, die ich zwar kein Stück kenne, aber in meinem Blickfeld sind. Manche sind mir besonders aufgefallen, da sie ausergewöhnlich gekleidet waren, andere weil sie in Bewegung waren, auf mich zugekommen sind oder mir den Rücken gekehrt haben. Andere hingegen haben meine Aufmerksamkeit gewonnen, als ich mir das Foto nochmal angeschaute. Ich habe versucht Bewegungen einzufangen. Menschen, die sich fortbewegt haben. Die einen auf Rädern, andere zu Fuß oder im Auto. Skater sind mir heute nicht begegnet. Die Bewegung in dem Bild war mir wichtig, da nur die Handlung Änderung schaffen kann. Die Häuser, Bäume, Gegenstände bleiben an Ort und Stelle. Allein die Wirkung kann sich duch die Perspektive ändern, doch in einem Bild kann man das schlecht einfangen; im Gegensatz zu Menschen. Menschen können ihren Aufenthaltsort ändern, verlassen, beibehalten. Genau diese Bewegung wollte ich einfangen. Meine Bilder sollten einen Schwung, eine Bewegung, eine sichtbare Veränderung beinhalten, die dem Betrachter zum einen sichtbar, zum anderen auf dem zweiten Blick ins Auge fallen. Von bestimmt gut dreißig Bildern gefallen mir gerade einmal fünf Stück, die meine Ansprüche erfüllen und das wiedergeben können, was ich einfangen wollte. Sie zeigen meine heute Stimmung. Aufschwung, Umbruch, Bewegung. Es sind ebenso nur Ausschnitte des Lebens, Ausschnitte einer Stadt zu einer bestimmten Zeit. Eine klitzekleine Bewegung. Doch die kleinen Dinge des Lebens machen Großes aus. Die Stimmung in der Stadt, die duch die Bilder festgehalten wurden, kann man als Betrachter mitempfinden und befindet sich selbst in einer Aufbruchsstimmung.

Beim längeren Betrachten eines solchen Staßenfotografiebildes fange ich an die Personen, die sich darauf befinden genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich versuche Einzelheiten zu erkennen. Meine Gedanken spinnen rum. Was für einen Kleidungsstil hat diese Person? Hat sie immer diesen schwarzen langen Mantel an? Warum ist sie hier? Brauchte sie, so wie ich nur Geschenkpapier? Oh, diese Person guckt direkt in die Kamera! Was hat sie bloß gedacht? Und der da, ja der Mann, er ist in Eile! Auf welchem Weg ich ihn wohl fotografiert habe? 

Ich fange an mir kleine Geschichten zu den Personen zu überlegen und fantasiere sie in eine Welt hinein, die ich für sie erfinde. Niemals werde ich erfahren, ob meine Gedanken der Wirklichkeit entsprechen. Sie bleiben Fantasie meiner Spinnereien.

    Genau das insperiert mich bei der Staßenfotografie. Jeder sieht das Bild doch anders und nimmt es auf eine andere Art und Weise wahr, als ich es tat, als es "klick" machte und die Situation festgehalten wurde.

 

___

Leider konnte ich kein eigenes Bild hochladen.. Bei Interesse Mail schreiben!!



5.1.15 21:35


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