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   Staßenfotografie (leider nicht meins)
   Begriffserklärung - Gedanke


http://myblog.de/pensiero

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wieso - weshalb - warum

Auf Anraten meiner super tollen süßen Freundin, die das jetzt gewiss lesen wird, schreibe ich nun. Also schreiben konnte ich vorher schon, aber jetzt schreibe ich für diesen Blog - für euch die meine Zeilen lesen werdet, aber auch für mich; denn schließlich sind es meine Gedanken, die ich hier in Worte versuche zu fassen. Ich bin voller Hoffnung und großer Zuversichtlich, dass diese meine Worte Gefallen finden.

Zu aller erst möchte ich erklären, wie ich zu dem Namen meines Blogs gefunden habe. Pensiero kommt aus dem italienischen und bedeutet Gedanke (Überlegung). Ein kurzer Name bleibt oftmals länger im Gedächtnis, wie ein besonderer Gedanke - und ist auch einfacher zu schreiben. Doch warum ausgerechnet italienisch? Ich finde die italienische Sprache ist, neben der Französischen, eine besonders melodische und ausdrucksstarke Sprache, die mir sehr gefällt. Gerne würde ich sie erlernen. Zum einen, weil ich noch nie in Italien Urlaub gemacht habe (ich habe nur ein paar Bergspitzen aus weiter Ferne gesehen), zum anderen weil ich das Essen umsomehr liebe. Außerdem möchte ich, sofern ich einst die Gelegenheit erhalte nach Italien zu reisen, mir in der Landessprache meine Lasagne oder Pizza bestellen und zudem den Inhaber des kleinen Restaurants ein paar Besonderheiten der Zubereitung erfahren, aber ebenso Geheimnisse seines Landes entlocken.
Pensiero deshalb, weil ich hier meinen Gedanken freien Lauf lassen möchte und dies in einem fließenden Fluss passieren soll, der von nichts gebrochen oder beeinträchtigt wird. Pensiero steht für mich mit diesem bildlichen "Gedankenfluss" im Einklang und hat doch etwas nachdenkliches im Klang des Wortes.


Begriffserklärung:
Gedanke, verwaltet Gedanken, der
Wortart: Substantiv, maskulin
Etwas, was gedacht wird, was gedacht worden ist, Überlegung
___
http://www.duden.de/rechtschreibung/Gedanke
http://de.pons.com/%C3%BCbersetzung?q=pensiero&l=deit&in=&lf=de
5.1.15 04:29


Straßenfotografie

Heute möchte ich mich mit Staßenfotografie beschätfigen, bzw habe ich schon, denn ich war, mehr oder minder zufällig, mit einer Kamera in der Stadt. Ich fotografiere irrsinnig gern. Menschen, Gegenstände, Landschaften... Doch drauf los knipsen kann ja jeder! Dazu fällt mir ein Gedich ein, welches mir meine Oma immer erzählt hat:

 

Dorothea kriegte gestern
einen Fotoapparat
Und nun knipst sie unermüdlich
Hochformat und Querformat.
Dorothea hat Geschick:
Klick!

Dorothea knipste Bilder
von der Mutter mit dem Hut,
von dem Pinscher namens Satan
und der Patentante Ruth.
Auch vom Vater mit dem Schlips:
Knips!

Dorothea wurde kühner,
denn nun knipste sie sogar
Nachbars aufgescheuchte Hühner
und die Birke mit dem Star.
Mittags war der Film schon voll.
Toll!

Vater in der Dunkelkammer
hat den Film mit Müh' und Zeit
bis zum Abendbrot entwickelt.
Aufgepasst, es ist soweit!
Mutter zog die Bilder ab:
Schnapp!

Abends sah sich die Familie
sehr verdutzt die Bilder an.
Vater grinste, Mutter lachte,
Tante Ruth rief: Sieh mal an!
Dorothea aber sprach:
Ach!

Man sah Mutters halbe Nase,
obendrein ein Stück vom Hut,
und die umgestülpte Vase
war ein Bein von Tante Ruth.
An der Birke sah man bloß
Moos.

Nachbars Hühner waren deutlich.
Aber keines sah man ganz.
Links sechs Beine, rechts ein Flügel
und ganz oben war ein Schwanz.
Vaters Bild war nur ein Schlips:
Knips!

Auch vom Pinscher namens Satan
sah man nur das linke Ohr
und das schaute wie ein Dreieck
hinterm Kohlenkasten vor.
Jeder rief: O jemine!
Dorothee!

(James Krüss)

 

Ich bin auch erstmal losgezogen und habe das fotografiert, was mir vor meine Linse kam, doch dauerhaft macht das weder Sinn, noch reicht der Speicherplatz aus. Daher wollte ich Menschen fotografieren. Menschen um mich herum, die ich zwar kein Stück kenne, aber in meinem Blickfeld sind. Manche sind mir besonders aufgefallen, da sie ausergewöhnlich gekleidet waren, andere weil sie in Bewegung waren, auf mich zugekommen sind oder mir den Rücken gekehrt haben. Andere hingegen haben meine Aufmerksamkeit gewonnen, als ich mir das Foto nochmal angeschaute. Ich habe versucht Bewegungen einzufangen. Menschen, die sich fortbewegt haben. Die einen auf Rädern, andere zu Fuß oder im Auto. Skater sind mir heute nicht begegnet. Die Bewegung in dem Bild war mir wichtig, da nur die Handlung Änderung schaffen kann. Die Häuser, Bäume, Gegenstände bleiben an Ort und Stelle. Allein die Wirkung kann sich duch die Perspektive ändern, doch in einem Bild kann man das schlecht einfangen; im Gegensatz zu Menschen. Menschen können ihren Aufenthaltsort ändern, verlassen, beibehalten. Genau diese Bewegung wollte ich einfangen. Meine Bilder sollten einen Schwung, eine Bewegung, eine sichtbare Veränderung beinhalten, die dem Betrachter zum einen sichtbar, zum anderen auf dem zweiten Blick ins Auge fallen. Von bestimmt gut dreißig Bildern gefallen mir gerade einmal fünf Stück, die meine Ansprüche erfüllen und das wiedergeben können, was ich einfangen wollte. Sie zeigen meine heute Stimmung. Aufschwung, Umbruch, Bewegung. Es sind ebenso nur Ausschnitte des Lebens, Ausschnitte einer Stadt zu einer bestimmten Zeit. Eine klitzekleine Bewegung. Doch die kleinen Dinge des Lebens machen Großes aus. Die Stimmung in der Stadt, die duch die Bilder festgehalten wurden, kann man als Betrachter mitempfinden und befindet sich selbst in einer Aufbruchsstimmung.

Beim längeren Betrachten eines solchen Staßenfotografiebildes fange ich an die Personen, die sich darauf befinden genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich versuche Einzelheiten zu erkennen. Meine Gedanken spinnen rum. Was für einen Kleidungsstil hat diese Person? Hat sie immer diesen schwarzen langen Mantel an? Warum ist sie hier? Brauchte sie, so wie ich nur Geschenkpapier? Oh, diese Person guckt direkt in die Kamera! Was hat sie bloß gedacht? Und der da, ja der Mann, er ist in Eile! Auf welchem Weg ich ihn wohl fotografiert habe? 

Ich fange an mir kleine Geschichten zu den Personen zu überlegen und fantasiere sie in eine Welt hinein, die ich für sie erfinde. Niemals werde ich erfahren, ob meine Gedanken der Wirklichkeit entsprechen. Sie bleiben Fantasie meiner Spinnereien.

    Genau das insperiert mich bei der Staßenfotografie. Jeder sieht das Bild doch anders und nimmt es auf eine andere Art und Weise wahr, als ich es tat, als es "klick" machte und die Situation festgehalten wurde.

 

___

Leider konnte ich kein eigenes Bild hochladen.. Bei Interesse Mail schreiben!!



5.1.15 21:35


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